Voodoo

Viele westafrikanischen Scammer nutzen Voodoo-Praktiken, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Entweder wenden sie es an sich selbst an, um ihre Betrügereien erfolgreich durchziehen zu können oder der Zauber wird über die Opfer geworfen, um diese gefügig zu machen. Im gesamten westafrikanischen Raum sind diese Praktiken als Juju bekannt.

In Ghana wird das Zusammenwirken von Juju und Internetbetrug „Sakawa“ genannt. Jedes Schulkind, jeder Jugendliche in der Großstadt kennt diesen Begriff und was dahinter steckt.

Diese Doku zeigt eindrucksvoll wie diese Form von Internet-Scamming praktiziert wird. Weiterlesen

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Ghana-Tagebuch Teil 11: Der fast normale Wahnsinn

Nach dem Mittagessen, das sehr lecker gewesen ist, wollen wir aufbrechen, um Bismark zu besuchen, einen meiner Internetfreunde, der nicht weiß, dass ich nach Ghana gekommen bin.

Kofi geht hinaus auf die Straße, um ein Taxi anzuhalten. Ich will hinterher, aber die Mutter hält mich zurück und meint, ich solle noch warten. Hinter einer Mauer verborgen beobachte ich, wie Kofi mit dem Taxifahrer verhandelt. Irgendwann winkt er mich zu sich und wir steigen unter den überraschten Blicken des Fahrers in den Wagen. Kofi erzählt mir später, dass die Fahrer wesentlich mehr Geld verlangen, wenn Weiße mitfahren. Da der Preis aber generell vor Antritt der Fahrt ausgehandelt wird, kann der Fahrer nun nichts mehr einwenden. Weiterlesen

Ghana Tagebuch Teil 7: Das Monster im Wandschrank

Ich bin müde. Meine Augen sind trocken und die Kontaktlinsen, die ich trage, kleben mir die Augenlider zu. Ich will nur noch schlafen. Blinzelnd stolpere ich aus dem Taxi und folge Kofi in ein Gebäude, das eher einem Gästehaus als einem Hotel gleicht.

Ein junger Mann führt uns in das Zimmer, das ich für die nächsten zwei Wochen bewohnen soll. Kaum bin ich drin, möchte ich wieder raus. Hier ist es groß, muffig und feucht. Weiterlesen

Ghana-Tagebuch Teil 4: Ankunft in Accra

Ich habe ein Problem und keine Ahnung, was ich tun soll. Ein panikartiges Gefühl kriecht mir den Nacken hoch. Ich atme tief durch. Nur nicht den Kopf verlieren, sondern in Ruhe nachdenken. Ich darf mir jetzt nichts anmerken lassen, immer lächeln. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass es bereits 22:30 Uhr ist.

Die Landung war unkompliziert. Pünktlich um 20:20 Uhr setzte das Flugzeug auf. Nach der Landung hatte ich das Gefühl, als ob mir die Realität entgleiten würde. Alles fing an, merkwürdig zu werden. Das Flugzeug fuhr und fuhr und fuhr herum. Draußen war es dunkel und die Fenster beschlagen, so sah ich nur hin und wieder schwachen Lichtschein außerhalb des Flugzeugs, konnte aber nicht erkennen, wohin wir fuhren. Nach 15 Minuten Fahrt wurde ich unruhig. Nach 20 Minuten war ich überzeugt, dass der Pilot sich verirrt hatte. Weiterlesen

Buchtipp: Liebe auf Vorschuss von Julia Gaik

Liebe auf VorschussTitel: Liebe auf Vorschuss: Scammer und ihre Opfer
Autor: Julia Gaik
Broschiert: 128 Seiten
Verlag: Books on Demand, Auflage 1 (15. Juni 2011)
Preis: € 11,20

Inhalt: Heidi, die Protagonistin des Buches, fliegt nach Ghana, um vor Gericht gegen ihren Scammer auszusagen. Unterstützt wird sie dabei von Gabriel, einem ghanaischen Polizeibeamten.  Weiterlesen

Ghana-Tagebuch Teil 3: Flug London – Accra

Seit 6,5 Stunden sitze ich im Flugzeug und es ist sterbenslangweilig. Hin und wieder bin ich aufgestanden, um mir die Beine zu vertreten und um mich umzusehen. Es sind nur wenige Weiße an Bord und zum ersten Mal erlebe ich den Umstand, mit meiner Hautfarbe aus der Rolle zu fallen. Die meisten Passagiere sehen nicht besonders glücklich aus. Ich kann es ihnen nicht verdenken, denn der Flug ist anstrengend. Alle machen einen grimmigen oder gelangweilten Eindruck und einige der Herren haben sogar während des Fluges eine Sonnenbrille auf der Nase, was ihnen ein perfekt mafiöses Erscheinungsbild gibt. Weiterlesen

Ghana-Tagebuch Teil 2: Flug Hamburg – London

Zwischenstation London-Heathrow! Wieder eine Premiere: das erste Mal auf der britischen Insel. Heute Morgen war mir gar nicht mehr wohl. Die letzte Nacht schlief ich sehr unruhig und langsam wird mir bewusst, wie unvernünftig ich bin. Ich reise ohne Reisegruppe und ohne Begleitung auf eigene Faust als weiße Frau nach Schwarzafrika. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. Am Morgen fuhren meine Eltern mich zu dem Bus, der mich zum Flughafen in Hamburg bringen würde. Meine Mutter zitterte, als wir uns umarmten. Als ich mich umdrehte und mit meinen beiden Koffern und dem Handgepäck zum Bus ging, sah ich noch die Tränen in ihren Augen. Weiterlesen