Fake-Microsoft-Mitarbeiter noch immer aktiv

Wolfsburg (ots) – Wolfsburg-Helmstedt, 14.05.14

Nachdem das Landeskriminalamt Niedersachsen schon im Februar vor den dubiosen Anrufen angeblicher Microsoft-Mitarbeiter warnte, sind die bundesweit agierenden Täter offenbar nun auch in Wolfsburg und im Landkreis Helmstedt aktiv. Dabei rufen unbekannte Täter, die sich als Mitarbeiter des Microsoft Supports ausgeben, wahllos Telefonteilnehmer an und verlangen, dass auf dem Computer des Angerufenen dringend eine Sicherheitssoftware installiert werden müsse. Die oftmals Englisch oder Deutsch mit englischem Akzent sprechenden Täter geben vor, abgelaufene Lizenzen oder fehlende Sicherheitsprogramme auf dem Computer festgestellt zu haben. Diese müssten sofort kostenpflichtig erworben werden. Es wird die Herausgabe von Kreditkartendaten oder die Zahlung mittels Geldtransferdiensten gefordert.

In den letzten drei Wochen meldeten sich in den Polizeiwachen etwa zwei Dutzend besorgte Bürgerinnen und Bürger, so die Polizeiberater Horst-Peter Ewert für die Stadt Wolfsburg und Harald Grothe für den Landkreis Helmstedt unisono. Die Anrufer drängten gezielt darauf, dass eigene Computer eingeschaltet werden, um per schnell installierter legaler Fernwartungssoftware wie zum Beispiel VNC Viewer, Team Viewer oder PC Monitor einen Sicherheitscheck des PC durchführen zu können, erläutern die Beamten. Da Antivirenprogramme nicht auf diese Art von legitimer Software reagieren, sei es für Fachleute danach leicht möglich, unbemerkt Schadsoftware zum Auslesen privater Daten zu installieren. Natürlich stellen die angeblichen Microsoft-Experten scheinbare Sicherheitsmängel fest, weiß Polizeiexperte Ewert, die mit kostenpflichtigen per Download zu erwerbenden Programmen schnell behoben sind. Die Bezahlung soll dann auch online per Kreditkarte erfolgen.

Um nicht Opfer dieser Betrüger zu werden, raten die Präventionsberater, nicht auf die Forderungen der Anrufer einzugehen, sondern sofort das Gespräch zu beenden. Einfach Auflegen, auch wenn das unhöflich erscheint, sei die richtige Reaktion. Wenn es gelingt, dann können Angerufene sich die Telefonnummer des Anrufers im Display des eigenen Telefons notieren. „Führen Sie in keinem Fall eine Installation von Software durch!“, fordert Harald Grothe. „Zeigen Sie den Vorfall bei der nächsten Polizeidienststelle an.“

Weitere Tipps und Hinweise sind online im Ratgeber Internetkriminalität der Polizei Niedersachsen unter http://www.polizei-praevention.de/ zu finden.

via: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/56520/2736307/pol-wob-polizei-wolfsburg-helmstedt-warnt-anrufer-geben-sich-als-microsoft-mitarbeiter-aus?search=Internetkriminalit%E4t

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