Ghana-Tagebuch Teil 6: Quer durch Accra

Es ist kurz vor Mitternacht, als das Taxi den Parkplatz vor dem Flughafen verlässt. Auf einer mehrspurigen, gut beleuchteten Straße geht es einige Kilometer zügig voran, bis wir in eine dunkle, unheimliche Gegend gelangen. Hier sind nur wenige Menschen unterwegs, die sich an den Barracken herumdrücken und die ich um die Ecken huschen sehe. Eine Ziege, die an der Straße steht, wird vom Taxifahrer weggehupt. Ich bin kein Mensch, der sich schnell fürchtet. Ich säße nicht in diesem Taxi, wenn es so wäre. Doch jetzt gruselt es mich gewaltig. Vor uns stehen drei Männer regungslos am Straßenrand. Zwei stehen links, einer rechts, kerzengerade stehend blicken sie über die Straße hinweg, ihre nackten Oberkörper glänzen feucht vom Nieselregen im Lichtschein eines offenen Feuers. Himmel, die sehen aus, als ob sie auf uns warten. Weiterlesen

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