Ghana-Tagebuch Teil 9: Das Ghetto-Café

Nach dem Verlassen der Geldwechselstube fahren wir mit dem Taxi zu Kofi nach Hause. Er wohnt mit seinen Eltern und seiner Schwester in einem Ghetto in Madina, einem Stadtteil Accras. Das Areal ist unübersichtlich, die Straßen verwinkelt und die Häuser schief und krumm. Das Elternhaus ist auf gestampftem Lehmboden errichtet und besteht aus Holz, Lehm, Ziegeln und Wellblech. Als wir eintreffen, sehe ich gleich neben der Haustür einen Bretterverschlag. Die Innenwände des kleinen Raums sind bis unter die Decke mit Regalen bestückt. Kofis Mutter sitzt dort und schaut uns durch eine Fensteröffnung entgegen. Hinter ihr, in den Regalen, stapeln sich Lebensmittel, abgepackt in Dosen oder in Tüten. Vor ihr auf dem Fenster-Tresen liegen Brot und Süßigkeiten, wie früher bei uns im Tante-Emma-Laden im Dorf. Dort standen auch die Lollis und Bonbons auf dem Verkaufstresen und direkt vor der Nase von uns Kindern. Weiterlesen

Werbeanzeigen