E-Mail-Kriminelle drohen ihren Opfer nun gar mit dem Tod

Betrüger wollen Geld. Fallen die Opfer nicht auf die faulen Tricks herein, versuchen sie ihnen Angst zu machen und drohen ihnen dabei unverholen mit dem Tod. von Roman Seiler,  Aargauer Zeitung

«Ihr Leben ist in Gefahr», lautete der Titel des E-Mails an Daniela Meyer*. Damit wollten E-Mail-Kriminelle erreichen, dass ihnen die Aargauer KV-Angestellte 700 Franken auf ein Bankkonto in Schweden überwies.

Begonnen hatte der E-Mail-Verkehr ganz harmlos. Daniela Meyer wollte über eine Internet-Verkaufsplattform ihr Auto verkaufen. Ein Mann erkundigte sich per E-Mail über das Auto. Kurz darauf erreichte sie die Nachricht, dass für sie 5000 Franken auf einem Online-Bezahldienst eingegangen sei. Das E-Mail war so gestaltet, dass der Empfänger annehmen konnte, es stamme vom Online-Dienst. Um die Transaktion durchzuführen, müsse sie aber erst 700 Franken überweisen. Damit sollten die Frachtkosten für die Lieferung des Autos gedeckt werden.

Mail-Täter drohen oft

Darauf wollte sich Daniela Meyer nicht einlassen. Weitere Mails liess sie unbeantwortet. Schliesslich erhielt sie das mit der Morddrohung betitelte Mail. Darin behaupteten die Betrüger frech, die US-Bundespolizei FBI anzuweisen, ihre Konten zu sperren. Darauf machte Daniela Meyer auf Anraten der von ihr kontaktierten Polizei eine Meldung bei der Schweizerischen Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik) beim Bundesamt für Polizei. Sie solle keine Mails mehr beantworten, schrieben ihr die Experten. Es handle sich um einen «Vorschussbetrug»: «Die Täter agieren häufig von Westafrika aus und verlangen im Vorfeld der Transaktion irgendwelche Gebühren.» Geschehe dies nicht, reagierten die Täter «nicht selten» mit Drohungen.

Oft senden E-Mail-Betrüger ihren Opfern für einen auf Online-Auktionshäusern oder Tauschbörsen angebotenes Verkaufsobjekt einen Check. Der darauf vermerkte Betrag ist zu hoch. Deshalb bitten die Täter um eine Rückzahlung. Ein paar Wochen später platzt der Check. Derartige Fälle würden der Kobik «seit längerer Zeit immer wieder gemeldet», sagt ein Sprecher. Eher seltener sei, dass solche Betrüger Restaurateure oder Hoteliers aufs Kreuz legen wollten. («Nordwestschweiz» vom 12.9.).

Genau dies passierte kürzlich Roman Steiner, der in Zofingen die Hotels «Engel» und «Amadeo» betreibt. Allerdings mit einer weiteren faulen Masche: Ein Reisebüro aus dem indischen Bundesstaat Goa fragte an, ob es möglich sei, fünf Doppelzimmer für zehn Tage zu reservieren. Die Gäste zahlten im Voraus. Belasten könne er den Gesamtbetrag von 11 250 Franken zwei Kreditkarten. Danach sollte Steiner dem Reisebüro eine Kommission von zehn Prozent überweisen.

Misstrauen hat sich gelohnt

Die Buchung klappte. Wohl war Steiner dabei nicht: «Deshalb kontaktierte ich die Kreditkartenfirma.» Danach kam aus: Die Kreditkarten gehörten US-amerikanischen Touristen, die fünf Monate zuvor in Goa in den Ferien gewesen waren. Kriminelle hatten dort ihre Kreditkarten kopiert. Dank des Hinweises von Steiner wurden sie umgehend gesperrt.

Steiners Misstrauen hat sich gelohnt: Wäre er auf den Deal eingegangen, hätten die Eigentümer der Karten reklamiert und die Transaktion wäre storniert worden. Steiner hätte glatt 11 250 Franken verloren.

*Name von der Redaktion geändert

(Die Nordwestschweiz)

viaE-Mail-Kriminelle drohen ihren Opfer nun gar mit dem Tod – Wirtschaft – Aargauer Zeitung.

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2 Kommentare zu “E-Mail-Kriminelle drohen ihren Opfer nun gar mit dem Tod

  1. marie sagt:

    ja man muss vorsichtig sein, es gibt zu viele Verbrecher auf der Welt.
    ich hab auch schon mails bekommen mein Konto zu aktualisieren, bin aber keinsfalls darauf eingegangen, habe aber niemals morddrohungen erhalten. eine Morddrohung hab ich erhalten von einem Stalker als ich einen Bericht über die Muslimi geschrieben hab, die schrieben „Wir wissen wo du bist“ weil ich ja eine Domain hab
    ist das einfach herauszufinden lg
    Marie
    nein ich hab ja noch eine domain, eine Webseite, nicht bei wordpress

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