Die Nigeria-Connection in Deutschland

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RainerSturm / pixelio.de

Die Nigeria-Connection macht keinesfalls vor europäischen oder deutschen Grenzen halt und agiert auch bei uns im Inland.

Beispiel: Ich bekam eine E-Mail

Hello there,
I am Ernest Person and i represent a Ferrell Inc, an advertising outfit situated in London. We are glad to let you know that we have selected your photo portfolio that was found on the Internet for a Coca-Cola billboard advertisement that would be sited at the beautiful Heathrow Airport in the United Kingdom.

What we require right now is that you email us a full picture of yourself, so we can make necessary arrangements to enable us process your payment, no commission , no overhead costs , you just get payed for your pictures right away.
N:B….endeavor to send your response to our personal email so we can get back to you immediatelye.

Das war eindeutig eine Scam-Mail. Ich ging darauf ein und antwortete, weil ich wissen wollte, wie dieser Scam von den Betrügern aufgebaut werden würde. Meine E-Mails sendete ich an ein gmail-Account und erhielt auch die Antworten von diesem Mailkonto. Da Gmail-Mails keine Absender-IP mitsenden, habe ich die IP über einen Link in der Mail getrackt und siehe da, die Emails, die ich an das Gmail-Konto sandte, wurden mit nigerianischer IP geöffnet. Also war von Anfang an klar, das die Nigeria-Connection dahinter steckte.

Im Verlauf des Baits tat ich so, als ob mein Englisch rudimentär wäre. Ich fragte meine Gesprächspartner, ob sie sich nicht in deutsch mit mir unterhalten könnten. Innerhalb von zwei Tagen trieben sie einen Mittelsmann auf, eine deutsche Frau, die eng mit den Scammern zusammenarbeitete.

Eines der Tondokumente:

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3 Kommentare zu “Die Nigeria-Connection in Deutschland

  1. gnaddrig sagt:

    Habe ich das richtig verstanden, 150.000 Euro für ein paar Fotos? Ob das realistisch ist. Aber dagegen sind die 700 vorneweg natürlich Kleingeld, das drückt man dann schnell mal ab…

    • danawahr sagt:

      Du hast richtig verstanden. Und frei nach dem Motto „Gier frisst Hirn“ fallen immer wieder Menschen auf diesen Stuss rein.
      Wobei – wenn solche Geschichten etwas realistischer gestaltet werden, dann können sich die Betrüger über reiche Beute freuen.

      • gnaddrig sagt:

        Klar, wenn es nicht bei einem gewissen Teil der Angeschriebenen funktionieren würde, gäbe es diese Masche ja schon lange nicht mehr. Bleibt wohl nur, wachsam zu bleiben, damit man selbst nicht mal reinfällt.

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