Kritik ist erwünscht, aber bitte öffentlich

Gestern und heute haben mich zu dem Artikel „Die Top 5 der beliebtesten Scam-Maschen“ kritische Stimmen erreicht, die sagen, dass ich mich in Bezug auf den ersten Punkt „Die Liebesfall“, gewaltig geirrt hätte.

Dazu muss ich sagen, dass dieser Artikel nicht aus meiner Feder stammt sondern dass es sich um eine Pressemitteilung handelt, die von mir rebloggt wurde. Wer genau hinschaut, der kann erkennen, dass es sich bei dem Artikel um einen Verweis handelt. Hier der Originalartikel: http://www.pressebox.de/inaktiv/faronics/Faronics-Die-Top-5-der-beliebtesten-Scam-Maschen/boxid/641660

Wie auch immer, die Kritik ist berechtigt und jeder ist herzlich dazu eingeladen, über dieses Thema seine Meinung kund zu tun und zu diskutieren. Ich wünsche mir daher, dass solche Kritiken nicht an mich persönlich herangetragen werden, sondern dass sie im Blog über die Kommentarfunktion öffentlich und für alle ersichtlich gepostet werden, damit die Leser dieses Blogs auf diese Weise mehr über das Thema erfahren können.

Herzlichen Dank.

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7 Kommentare zu “Kritik ist erwünscht, aber bitte öffentlich

  1. das hier ging aber völlig in die Hose:
    Wenn ich das als Außenstehender lese, kommt mir automatisch in den Kopf „wie dumm muss man sein“.

    Hier ein Zitat der von der Hamburger Polizeipsychologin:

    „die Betroffenen vorrangig wegen des Prozess der Zwangsbindung, welche vom Täter bewusst eingeführt wurde, um sich finanziell zu bereichern, die Gelder zahlen. Ich würde kommunikativ vom Helfersyndrom und von Einsamkeit nicht sprechen, da es Außenstehende dann zu stark auf eine „Opferpersönlichkeit“ abfärben, was es nicht (!!!!) gibt. Es ist der Plan der Täter, der so perfide ist und den es zu verurteilen gilt.“

    Weiter habe ich genügend Mitglieder in meiner Gruppe, die weder über ein Dating Portal sondern einfach im Bereich des sozialen Netzwerkes in Kontakt gekommen sind – und einige davon sind verheiratet und waren gar nicht auf der Suche noch haben sie im entferntesten daran gedacht, eine neue Beziehung einzugehen.

    Ein psychologisch gut geschulter „Liebesbetrüger“ versucht, eine Gemeinsamkeit – z. B. gemeinsame Interessen etc. beim Opfer zu erwischen (also die Archillesferse, die jeder irgend wo hat) und setzt da an. Nach und nach werden die Chats dann immer intensiver, das Opfer gibt mehr und mehr von sich und seinen Wünschen und Defiziten preis – was der Betrüger nutzt, um dieses auszugleichen und sich unentbehrlich zu machen.

    Und es ist auch nicht immer ein „gestohlenes Portemonaie“ was das Helfersyndrom aktiviert. Die Möglichkeiten hierzu sind sehr vielfältig und facettenreich. Zudem wird nicht unbedingt um die Zahlung von Geld gebeten, es kann ebenso auch in den Part Scheckbetrug hinüber gehen (ich schicke dir einen Scheck, lös den für mich ein, schick mir das Geld, einen kleinen Teil darfst du dir gern behalten) oder man soll Pakete entgegennehmen und weiterleiten ……

    • danawahr sagt:

      Herzlichen Dank für Deinen Kommentar, Martina. Ich stimme Dir insofern zu, als das der Artikel die Punkte sehr vereinfacht. Allerdings ist nicht nur der Romance-Scam stark vereinfacht dargestellt, sondern auch die anderen vier vorgestellten Scam-Arten, die jeweils in nur zwei bis drei Sätzen abgehandelt wurden. Es ist daher also eine sehr verkürzte Darstellung, die darauf hinweist, dass der Romance-Scam auf Platz 1 dieser Betrugsformen liegt. Ich habe es als nichts anderes gesehen und daher rebloggt. Ich bin froh, wenn Pressemitteilungen, die Presse selbst oder andere Medien überhaupt davon berichten, egal ob in Kurzform oder ausführlich, daher verstehe ich die ganze Aufregung nicht.

      Du schreibst: „Wenn ich das als Außenstehender lese, kommt mir automatisch in den Kopf “wie dumm muss man sein”.Wir beide wissen, dass es nichts mit Dummheit in Form von IQ zu tun hat, trotzdem trägt auch das Opfer mit seiner Blauäugigkeit und Gutgläubigkeit dazu bei, dass so ein Scam gelingt und es trägt durchaus eine gewisse Mitverantwortung (Ich als ehemaliges Opfer darf so etwas sagen und verschließe mich dieser Tatsache nicht).

      Du schreibst: „die Betroffenen vorrangig wegen des Prozess der Zwangsbindung, welche vom Täter bewusst eingeführt wurde, um sich finanziell zu bereichern, die Gelder zahlen.“
      Könntest Du bitte einmal ausführen, was eine Zwangsbindung ist? Den Begriff kenne ich nicht.

      Du schreibst: „Ich würde kommunikativ vom Helfersyndrom und von Einsamkeit nicht sprechen, da es Außenstehende dann zu stark auf eine „Opferpersönlichkeit“ abfärben, was es nicht (!!!!) gibt.“
      Da bin ich mir nicht so sicher. Es gibt Menschen, die sind anfälliger als andere, z. B. wenn sie sich in einer Lebenskrise befinden oder aufgrund ihres inneren Wesens, das dazu neigt, selbstlos zu sein.

      Mit dem Rest Deines Kommentars stimme ich überein. Wobei ich noch hinzu fügen möchte, dass es in sozialen Netzwerken zwar von Scammern nur so wimmelt, dass sich die erfolgreichsten Romance-Scammer, die zehntausende Euro durch nur einem Scam erhalten, aber meist auf den hochwertigen, kostenpflichtigen Dating-Portalen aufhalten.

      • zum Part: “ Ich bin froh, wenn Pressemitteilungen, die Presse selbst oder andere Medien überhaupt davon berichten, egal ob in Kurzform oder ausführlich, daher verstehe ich die ganze Aufregung nicht.“

        Finde ich gut – in den letzten den Monaten war ich insgesamt 5 Mal im Fernsehen, bei diversen Radiointerviews, und auch in diversen Artikeln zu sehen – das zum Thema, überhaupt was in den Medien.

        N3 Recht so, Spiegel TV, ZDF, RTL und noch ein weiterer NDR Beitrag auf NDR Regional – solltest du eigentlich auch sehen können. Hinzu kommt Hamburger Abendblatt, Lea, Mitarbeit bei Cosmopolian, Süddeutsche TV, HR 3 Radio, Singelbörsenvergleich und keine Ahnung was noch alles. Habe ein klein wenig die Übersicht verloren.

        Weiter hat es selbst ARD geschafft, in Plus-Minus einen Beitrag zu bringen – ausnahmsweise sogar mal ohne mich, kaum zu glauben. War dafür aber recht einseitig auf die Herren ausgerichtet.

        Und wenn du seinerzeit mein Angebot angenommen hättest, wärst du heute unter anderem in Kontakt mit der Hamburger Polizeipsychologin – hier hast du nicht richtig gelesen – nicht ich habe es gesagt, sondern deutlich darauf hingewiesen, dass es sich um ein Zitat von der hamburger Polizeipsychologin handelt bei dem Part: Ich würde kommunikativ vom Helfersyndrom und von Einsamkeit nicht sprechen, da es Außenstehende dann zu stark auf eine „Opferpersönlichkeit“ abfärben, was es nicht (!!!!) gibt.”

        Wenn du also einer Psychologin nicht glaubst, die sich im Laufe der Jahre mit vielen Opfern unterhalten und mit der Vorgehensweise von Tätern beschäfigt hat, dann kann ich dir jetzt auch nicht analysieren, was damit gemeint ist – obwohl ich es durchaus könnte, da rein zufällig alle Opfer in einer Art Zwangsbindung zum Täter sind. Aber dafür müsste man sich tiefer mit der Materie auseinander setzen, um es zu verstehen.

        Im übrigen kann man schon an dem Begriff „Zwangsbindung“ ableiten, was damit gemeint ist. Warst du schon ein mal verliebt und hättest du in dem Zustand nicht alles für deinen Geliebten gemacht? War er nicht derjenige, der dir – zumindest in den rosaroten ersten 3 Monaten – alles gegeben und erfüllt hat, was du immer geträumt und erhofft hast? Und konnte er dich nicht unter Druck setzen, indem er dir zu verstehen gegeben hat, wenn du nicht das machst, was er wünscht, dass du dann gehen darfst resp. er den Kontakt einstellt?

        Im übrigen hat sich gerade letzte Nacht in Bayern ein Opfer erhängt, der Hilferuf der Schwester war leider etwas zu spät, sie hatte mir letzte Nacht erst eine Mail geschrieben, und er hatte sich in der Nacht erhängt.

        Ich gebe dir zudem Recht – es fallen sehr viele auf Betrüger rein, die sich auf kostenpflichtigen Daitingseiten tümmeln – allerdings auch genauso viele auf freien Seiten des sozialen Netzwerkes wie Jappy, Netlog, Tagged, Kwick, Badoo, Linkedin, Twitter…. und vor allem – Facebook. Und diese freien Seiten haben den Schwerpunkt NICHT auf der Partnerschaftssuche.

  2. !n letzter Zeit erscheinen in Zeitschriften und im Internet immer mehr Meldungen von betrogenen Frauen und Männern, die auf die sogenannten Romance Scammer ( Betrüger ) reingefallen sind und viel Geld verloren haben. Aus Scham und Angst, unter anderem vor dem Partner, kommt es nur in wenigen Fällen zu einer Anzeige bei der Polizei. Die Dunkelziffer liegt bei weitem höher. Es wäre angebracht , diese Betrugsmaschen im großen Kreis den Menschen näher zu bringen, viel mehr zu veröffentlichen, „Dana – Wahr“ danke das es dich gibt ! Meine beste Empfehlung !

  3. danawahr sagt:

    @ Martina: Ich bewundere Dein Engagement. Dein Selbstbewusstsein ist phänomenal. Im Namen aller Betroffenen und Involvierten danke ich Dir für Deinen Einsatz.
    Du solltest jedoch versuchen, Deine Aggressivität in Zaum zu halten und von Deinem hohen Pferd herunterkommen. Irgendwann verbrennst Du da oben. Ich kenne eine Dame, die hat mit dem gleichen Engagement gekämpft, hat eine Selbsthilfegruppe gegründet, war in den Medien präsent. Und dann ist sie heftig abgestürzt. Heute hört man nichts mehr von ihr und die Gruppe ist nicht mehr vorhanden.

    • Liebe Dana, ich glaube du verwechselst hier konstruktive Kritik mit Aggressivität. Es sollte für dich eine Anregung sein, dich etwas intensiver mit der Thematik auseinander zu setzen. Wenn ich aggressiv werde, sieht das anders aus. Ich habe leider ein kleines Problem damit, wenn Opfer aus dem Bereich als „dumm“ dargestellt werden oder es so suggeriert wird – ob beabsichtigt oder nicht, ist irr-relevant.

      Und mal ganz davon ab, um die Medienpräsenz reiße ich mich nicht, im Gegenteil, ich versuche mich sogar davor zu drücken und ich überlasse es auch gern den anderen in meiner Gruppe und die Gruppenmitlieder können dir bestätigen, dass ich die Presseanfragen dort immer veröffentlicht habe. Nur leider sind viele dazu nicht bereit und die, die es waren, haben es auch gemacht.

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