Kaspersky Lab warnt: Emails spielen mit der Not in Syrien

Auszug aus einem Beitrag des Wochenblatt.de:

Das für Computersicherheit bekannte Unternehmen Kaspersky Lab konnte in jüngster Zeit einen Anstieg an sogenannten Nigerianischen Briefen feststellen, in denen das Thema Syrien aufgegriffen wurde. Die Spammer verschickten diese E-Mails im Namen von Banken, humanitären Organisationen oder Privatpersonen. Generell sind deutsche E-Mail-Nutzer nach wie vor als Spam-Ziel sehr beliebt. Sie erhielten im September weltweit wieder die meisten Spam-E-Mails. Die aktuellen Nigeria-Betrugs-E-Mails werden angeblich von namhaften syrischen oder britischen Banken versendet. Darin wird erklärt, dass einige Bankkunden wegen der Unruhen in Syrien gerne Millionenbeträge von ihren Konten transferieren möchten und nach einem Partner suchen, der sie dabei unterstützen kann. Allen Antworten wird eine Vergütung in Aussicht gestellt.

Die Betrüger bieten meistens eine Telefonnummer und eine persönliche E-Mail des interessierten Bankkunden an. Signalisiert der E-Mail-Empfänger Interesse, bitten ihn die Betrüger um einen geringen Geldbetrag für die Vermittlung und verschwinden.

Internationales Rotes Kreuz bittet angeblich um Hilfe

In einigen Fällen haben sich die Betrüger auch als Mitglieder des Internationalen Roten Kreuzes ausgegeben. Die Story: Ein Ölhändler starb im Syrienkonflikt und sein Vermögen fiel einem Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes in die Hände. Der Mail-Empfänger wird um Hilfe beim Geldtransfer und bei der Verwaltung des Vermögens gebeten. Ihm wird suggeriert, er bekäme ein Paket mit einem Millionenbetrag in bar zugeschickt, von dem er die Hälfte bekomme, wenn er helfe, das Paket an einen Dritten zu vermitteln.

Weitere von Kaspersky Lab analysierte E-Mails wurden im Namen von syrischen Privatpersonen versendet. Dabei wurde eine Reihe an Themen aufgegriffen: Ein Lehrer aus Syrien bat beispielsweise den Mail-Empfänger darum, verwaisten Kindern zu helfen, die eine große Summe von ihren Eltern geerbt hätten, um das Land verlassen und das Geld investieren zu können. In einem anderen Fall wurden E-Mails von angeblich schwer kranken Menschen geschrieben, die ihr Geld gerne spenden würden und den Empfänger darum baten, ihnen dabei zu helfen.

„Wir haben festgestellt, dass bei den nigerianischen Mails sehr kurz gehaltenen Texte verwendet wurden, in denen der Autor lediglich den Empfänger näher kennen lernen wollte“, so Tatyana Shcherbakova, Senior Spam Analyst bei Kaspersky Lab. „In den Texten kamen oft die Wörter ,Aufruhr‘, ,Krise‘ oder ,Revolution‘ vor. Wenn sich die Betrüger die Aufmerksamkeit der E-Mail-Empfänger erschlichen hatten, spielten sie mit der menschlichen Sehnsucht nach schnellem Geld und Hilfsbereitschaft. Nutzer sollten auf diese Art von E-Mail nicht antworten. Kommunizieren sie mit den Betrügern, laufen sie auch Gefahr, betrogen zu werden.“

Autor: Axel Effner

viaVorsicht Betrüger: Emails spielen mit der Not in Syrien.

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